Biokunststoffe können zu einem wesentlichen Anteil oder ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen. Müssen sie jedoch nicht. Es gibt jedoch auch eine Reihe von petrochemischen Kunststoffen, die aufgrund ihrer Abbaubarkeit unter dieses Kategorie fallen.
Polylactide sind neben Stärkeblends derzeit innerhalb der Biokunststoffe die Werkstoffgruppe mit dem größten Mengenpotenzial. Grundstoff für PLA ist die Milchsäure. Somit bestehen sie aus nachwachsenden Rohstoffen und sind auch abbaubar – doppelt bio.
Polylactid (PLA) ist ein nicht natürlich vorkommender Polyester, der über eine mehrstufige Synthese aus Zucker hergestellt wird. Dabei wird Zucker zu Milchsäure fermentiert und diese zu PLA polymerisiert.
[1] H. Endres/ A. Siebert-Raths: Technische Biopolymere – Rahmbedingungen, Marktsituation, Herstellung, Aufbau und Eigenschaften, 1. Aufl., Carl Hanser Verlag, München 2009
[2] http://www.innovationtakesroot.com/~/media/ITR2016/2016/presentations/closing-plenary/03_ITR2016_Plenary-Closing_Marc-Verbruggen_pdf.pdf?la=en (24.01.2017)
[3] W. D. Callister/ David G. Rethwisch: Materialwissenschaften und Werkstofftechnik: Eine Einführung, 1. Aufl., Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2012
[4] http://biopolymernetzwerk.fnr.de/biobasierte-werkstoffe/biobasierte-polyester/pla/ (24.01.2017)
Saechtling Kunststoff Taschenbuch- Herausgeber: Erwin Baur, Tim A. Osswald, Natalie Rudolph, 10/2013, 883 Seiten, € 49,99, ISBN: 978–3–446–43442–4, S. 655 – 656
Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG “https://www.kunststoffe.de/a/article/article-264462” 28.01.2021
Warimex GmbH: “https://www.warimex.de/nachhaltigkeit/biokunststoff-pla” 28.01.2021